Aktuelle Wohntrends, die die IAQ beeinflussen können
Luftreiniger
Luftreiniger sind zu einem beliebten Haushaltsgerät geworden und sollen Partikel und Schadstoffe wie Staub, Pollen und Tierhaare aus der Luft entfernen. Es gibt sie in verschiedenen Formen, Größen und Kosten mit unterschiedlichem Wirkungsgrad. Eine Möglichkeit, ihre Leistung zu beurteilen, ist die Luftaustauschrate, d. h. die Anzahl der Male pro Stunde, die ein Luftreiniger die Luft in einem Raum filtern kann.
Es ist auch wichtig, die Art und Rolle der Filter in Luftreinigern zu verstehen. HEPA-Filter können zum Beispiel gegen Feinstaub eingesetzt werden, während Aktivkohlefilter für VOCs benötigt werden. Je höher die Luftverschmutzung in Ihrer Wohnung ist, desto schneller verstopfen diese Filter. Ein verschmutzter Filter beeinträchtigt die Leistung des Geräts erheblich, weshalb es wichtig ist, die Wartungsanleitungen für die Reinigung oder den Austausch des Geräts zu beachten.
Luftreiniger können die Luftqualität verbessern, indem sie Feinstaub und bestimmte Gase entfernen. Sie eignen sich jedoch nicht für die Beseitigung erhöhter CO2-Werte in Innenräumen. Das liegt daran, dass CO2-Moleküle zu klein sind, um von den meisten Luftreinigungsfiltern erfasst zu werden. Um den CO2-Gehalt in Innenräumen wirksam zu senken, sind spezielle Geräte wie Lüftungsanlagen oder Kohlendioxid-Wäscher erforderlich. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Luftreiniger zwar eine wichtige Rolle bei der Reinhaltung der Innenraumluft spielen können, aber nicht die einzige Lösung sind.
Abdichtung von Gebäuden
Vielleicht haben Sie in Diskussionen über die Energieeffizienz von Häusern schon einmal die Begriffe "Druckbeaufschlagung von Gebäuden" oder "luftdichte Gebäude" gehört. Während es zweifellos Vorteile für die Energieeffizienz hat, wenn Ihr Haus frei von Zugluft oder Luftlecks ist, kann die Luftdichtheit von Gebäuden zu einem Mangel an Frischluftzirkulation und einer schlechteren Luftqualität in Innenräumen führen. Wenn ein Gebäude luftdicht ist, findet nur ein begrenzter Austausch von Innen- und Außenluft statt, wodurch sich Schadstoffe, Allergene und Feuchtigkeit im Inneren festsetzen können. Dies kann zu einer Anhäufung von Schadstoffen in der Luft führen.
Luftdichte Gebäude können anfälliger für Feuchtigkeitsansammlungen und Kondensation sein, insbesondere in feuchtem Klima oder in Bereichen mit hohem Feuchtigkeitsaufkommen (z. B. Küchen, Bäder). Übermäßige Feuchtigkeit kann Schimmelbildung, Fäulnis und Bauschäden begünstigen und zu Problemen mit der Luftqualität in Innenräumen wie Schimmelsporen und mikrobiellen Verunreinigungen beitragen. In den kälteren Monaten sind die Häuser in der Regel dichter verschlossen, so dass sich Kondenswasser, das bei Tätigkeiten in Innenräumen wie Duschen oder Kochen entsteht, schneller bildet.
In einer Studie aus dem Jahr 2016 wurde berichtet, dass landesweit bei bis zu 40 % der seit 2003/4 gebauten Wohnungen das Risiko übermäßiger Kondensation besteht, die zu Schimmel in Innenräumen oder in den Zwischenräumen führt3.
Eine Lüftungsstrategie ist unerlässlich, um sicherzustellen, dass die Raumluft ständig erneuert wird und Schadstoffe wirksam entfernt werden, damit Sie und Ihre Familie ein gesundes und angenehmes Raumklima erhalten. In einem dicht verschlossenen Haus sollte eine mechanische Lüftung in Betracht gezogen werden.
Wie lüften wir also?
Die Belüftung wird durch die Erzeugung von Druckunterschieden zwischen dem Inneren und dem Äußeren eines Gebäudes durch Wind und Lufttemperaturunterschiede erreicht. Sie ist im Allgemeinen eine fantastische Möglichkeit, die Luftzufuhr eines Wohngebäudes zu reinigen und die Luftqualität zu verbessern.
Von der natürlichen bis zur mechanischen Belüftung stehen den Hausbesitzern mehrere Möglichkeiten zur Verfügung.
Natürliche Belüftung durch Fenster
Fenster sind eine unglaublich effektive und kostengünstige Möglichkeit, die natürliche Luftzirkulation in Ihrer Wohnung zu fördern.
Sie ist zwar für diesen Zweck effektiv, verringert aber auch die Energieeffizienz, da Wärme aus der Wärmedämmschicht (oder -hülle) des Gebäudes durch die Außenumgebung verloren (oder gewonnen) wird.